Wie viel Wahrheit steckt in meinen Figuren?
Eine Leserfrage – und ein Blick hinter die Entstehung von MAX FIELD
Wie viel Wahrheit steckt in MAX FIELD?
Eine Frage die ich gerne beantworte
Manchmal erreichen mich Fragen von Leserinnen und Lesern, bei denen ich denke: Darüber lohnt es sich, ein wenig mehr zu erzählen.
Eine davon kam von Susanne, die MAX FIELD von Anfang an begleitet und mir über meine Webseite geschrieben hat.
Sie wollte wissen:
Wie viel Wahrheit steckt eigentlich in den Geschichten von MAX FIELD?
Die kurze Antwort darauf lautet:
Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde – und gleichzeitig viel weniger.
Denn Maxim Field, Elwis Preston, Sunny Mason und ihre Weggefährten sind fiktive Figuren. Ihre persönlichen Geschichten, Beziehungen und Schicksale habe ich erfunden.
Die Welt, in der sie leben, ist dagegen fest in einer realen Zeit verankert.
Meine Geschichten spielen Anfang der 1970er-Jahre. Reale Orte, gesellschaftliche Entwicklungen, Musik, historische Ereignisse und viele kleine Details des damaligen Alltags bilden das Gerüst, in das ich meine fiktive Handlung einfüge.
Auch reale Menschen können Inspiration sein.
So finden sich beispielsweise einzelne Wesenszüge, die mich an Elvis Presley fasziniert haben, in Elwis Preston wieder. Trotzdem ist Elwis keine Kopie und schon gar keine Biografie von Elvis Presley. Er ist eine eigenständige Romanfigur mit seiner eigenen Familie, Vergangenheit und Entwicklung.
Ähnlich entstehen auch andere Figuren.
Manchmal gibt es einen realen Menschen oder einen historischen Umstand, der den ersten Funken liefert. Danach beginnt die Fantasie.
Genau diese Verbindung fasziniert mich beim Schreiben:
Reale Geschichte liefert den Boden. Die Fiktion entscheidet, welcher Weg darauf entsteht.
Und deshalb recherchiere ich auch Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht nebensächlich erscheinen: Welche Autos fuhren damals? Wie telefonierte man? Wie schnell konnten Nachrichten übermittelt werden? Welche medizinischen Möglichkeiten gab es? Wie sah eine bestimmte Straße aus? Welche Musik lief im Radio?
Denn wenn diese kleinen Dinge stimmen, darf die große Geschichte darüber frei erfunden sein.
Im besten Fall entsteht beim Lesen irgendwann genau dieses Gefühl:
Moment mal – das könnte doch wirklich so gewesen sein.
Und genau das hatte Susanne mir in ihrer Nachricht beschrieben: Beim Lesen fühle sie sich in eine andere Zeit versetzt.
Für mich war das eines der schönsten Komplimente, die sie mir machen konnte.
Liebe Susanne,
vielen Dank, dass du über meine Webseite Kontakt zu mir aufgenommen hast – und vor allem dafür, dass du Max und Elwis schon von Anfang an begleitest.
Du hast mir geschrieben, dass du dich beim Lesen in eine andere Zeit versetzt fühlst.
Genau das möchte ich mit MAX FIELD erreichen.
Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten – und natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn du Max, Elwis und ihre Weggefährten auch weiterhin auf ihrer Reise begleitest.
Danke für deine Treue und dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, mir zu schreiben.
Jess