WIE ALLES BEGANN
Eine Idee. Eine Stadt. Der Anfang der Max Field Welt
Der Moment, in dem aus einer Idee eine Geschichte wurde.
Las Vegas war der Anfang, doch damals ahnte ich noch nicht,wohin mich Max Field einmal führen würde.
Manchmal beginnt eine Geschichte nicht am Schreibtisch.
Nicht mit einem ausgearbeiteten Plot, nicht mit einer Figur, die schon seit Jahren im Kopf herumspukt, und auch nicht mit dem festen Vorsatz, irgendwann einmal ein Buch zu schreiben.
Manchmal beginnt sie einfach irgendwo auf einer Autobahn.
Bei mir war es auf der Rückfahrt aus einem Italienurlaub.
Wir standen im Stau, ich saß auf dem Beifahrersitz und tat das, was man eben tut, wenn sich vor einem nichts mehr bewegt: Ich nahm mein Handy und scrollte ein wenig durch Instagram.
Und plötzlich tauchte dort ein Beitrag über Elvis Presley auf.
Natürlich kannte ich Elvis. Wer kennt ihn nicht? Den King of Rock ’n’ Roll, den Schauspieler, die berühmten Songs, die Bilder aus Las Vegas. Aber viel mehr wusste ich damals tatsächlich nicht über ihn. Ich hatte mich nie intensiver mit seinem Leben beschäftigt und kannte vor allem die öffentliche Figur.
Doch aus irgendeinem Grund blieb ich an diesem Beitrag hängen.
Und wie das bei Instagram so ist, folgte dem einen plötzlich der nächste. Noch ein Bild. Noch eine Geschichte. Noch ein kleiner Ausschnitt aus einem Leben, von dem ich erstaunlich wenig wusste.
Meine Neugier war geweckt.
Aus Neugier wurde Faszination
Wieder zu Hause wollte ich mehr erfahren.
Ich kaufte mir eine ausführliche Biografie, begann zu lesen, sah Filme und Dokumentationen und tauchte immer tiefer in diese Welt ein. Besonders die Zeit in Las Vegas und Elvis Presleys großes Comeback im International Hotel faszinierten mich.
Doch je mehr ich über ihn erfuhr, desto weniger interessierte mich eigentlich der Weltstar auf der Bühne.
Mich interessierte der Mensch dahinter.
Ein Mann mit unglaublichem Erfolg und einer außergewöhnlichen Ausstrahlung, aber auch mit einer verletzlichen Seite. Ein Mensch, dem Familie und Freunde viel bedeuteten, der großzügig sein konnte und offenbar ein großes Herz hatte und dessen Leben gleichzeitig eine Tragik besaß, die mich nicht mehr losließ.
Irgendwann saß ich da und dachte: Wie schade. Dieser Mann hätte es so schön haben können.
Und unmittelbar danach kam ein zweiter Gedanke: Das muss anders werden.
Damit war etwas passiert, ohne dass ich es zu diesem Zeitpunkt überhaupt begriff.
Eine Geschichte hatte begonnen.
Was wäre, wenn …?
Diese zwei Worte wurden zum Ausgangspunkt von allem: Was wäre, wenn?
Was wäre, wenn ein Weltstar Anfang der 1970er-Jahre in Las Vegas einer Frau begegnen würde, die sein Leben vollkommen auf den Kopf stellt?
Einer Frau, die sich nicht von seinem Ruhm beeindrucken lässt.
Die selbst erfolgreich ist. Eigenwillig. Stark. Manchmal unglaublich stur. Eine Frau mit einer eigenen Vergangenheit, eigenen Verletzungen und Geheimnissen – und mit einem Leben, das mindestens genauso kompliziert ist wie seines.
Nach und nach nahm diese Frau in meinem Kopf Gestalt an.
Ihr Name war Maxim Field.
Max.
Und plötzlich war da nicht mehr nur eine Idee.
Da waren zwei Menschen. Max und Elwis.
Aus Inspiration wurde Fiktion
Elwis Preston entstand aus dieser ursprünglichen Was-wäre-wenn-Idee. Sein zeitliches Umfeld und einzelne Charakterzüge sind von Elvis Presley inspiriert.
Aber Elwis Preston ist nicht Elvis Presley.
Er ist eine fiktive Figur mit einer eigenen Familie, einer eigenen Vergangenheit, eigenen Entscheidungen, Fehlern und Entwicklungen.
Und genauso ist auch die Welt um ihn herum Fiktion.
Genau darin lag für mich irgendwann der besondere Reiz: eine erfundene Geschichte in eine Zeit hineinzusetzen, die tatsächlich existiert hat.
Die frühen 1970er-Jahre. Las Vegas. Memphis. Hawaii. New Orleans. Musik, gesellschaftlicher Wandel, historische Ereignisse und reale Schauplätze treffen auf Menschen, die nur in meiner Fantasie existieren.
Fiktion trifft auf Geschichte.
Dieses Prinzip begleitet die MAX-FIELD-Saga bis heute.
Und dann geschah etwas, womit ich niemals gerechnet hätte
Bis dahin hatte ich keine Bücher geschrieben. Nicht eines.
Und wenn mir jemand vor ein paar Jahren erzählt hätte, dass ich einmal vor einem Manuskript sitzen und Hunderte Seiten über Max Field und ihre Welt schreiben würde, hätte ich ihn vermutlich ziemlich ungläubig angesehen.
Doch Max ließ sich nicht mehr vertreiben.
Aus einzelnen Gedanken wurden Szenen. Aus Szenen wurden Kapitel. Nebenfiguren tauchten auf und bekamen plötzlich ihre eigenen Geschichten. Orte entstanden vor meinem inneren Auge. Beziehungen entwickelten sich. Vergangenheiten bekamen Folgen.
Und irgendwann hatte diese Welt eine Eigendynamik entwickelt.
Aus der kleinen Frage „Was wäre, wenn?“ wurde eine Geschichte, die immer größer wurde.
Eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, Familie und Loyalität, Verlust und Neuanfänge. Über Menschen, die Fehler machen, aneinandergeraten, einander auffangen und manchmal erst lernen müssen, mit ihrer eigenen Vergangenheit zu leben.
Und natürlich über Verbrechen, Geheimnisse und Gefahren, denn ganz ohne Thriller wäre Max Field schließlich nicht Max Field.
Heute weiß ich, wo alles angefangen hat. Nicht in Las Vegas. Nicht in Memphis. Und auch nicht an meinem Schreibtisch.
Es begann auf einer Rückfahrt aus Italien. In einem Stau. Mit einem Handy in der Hand. Mit einem einzigen Beitrag über Elvis Presley, bei dem ich aus irgendeinem Grund nicht weitergescrollt habe.
Manchmal frage ich mich tatsächlich, was passiert wäre, wenn ich genau das getan hätte. Wenn ich einfach weitergescrollt hätte.
Dann hätte es Maxim Field vielleicht niemals gegeben.
Kein Diamond Sky. Kein Magic Hills. Keine all die Menschen, Orte und Geschichten, die inzwischen zu ihrer Welt gehören.
Und wahrscheinlich hätte ich niemals herausgefunden, wie sehr ich das Schreiben liebe.
Aus einem zufälligen Moment wurde eine Idee. Aus einer Idee wurde eine Geschichte.
Und aus dieser Geschichte entstand schließlich eine ganze Welt.
Die Welt von MAX FIELD.