LAS VEGAS STADT DER TRÄUME UND ABGRÜNDE

Wie aus einer Wüstenstadt die schillernde Bühne entstand, auf der die Geschichte von Max Field beginnt.

Wo Träume gebaut wurden

Las Vegas war einst eine kleine Eisenbahnerstadt mitten in der Wüste. In wenigen Jahrzenten wurde sie zur schillernden Hauptstadt des Entertainments und zur größten Inspiration für  die Welt von Max Field

Mitten in der Wüste Nevadas entstand eine Stadt, die einmal zum Synonym für Glücksspiel, große Shows, gewaltige Hotels und den amerikanischen Traum werden sollte.

Las Vegas.

Heute denkt man bei diesem Namen sofort an riesige Hotelkomplexe, spektakuläre Shows, Casinos, Neonlichter und eine Stadt, die scheinbar niemals schläft.

Doch das Las Vegas, in dem meine Geschichten spielen, sah anders aus.

Wir befinden uns am Beginn der 1970er-Jahre.

Die Stadt war längst berühmt. Die großen Namen kamen nach Las Vegas, Casinos und Hotels bestimmten das Bild und auf den Bühnen standen einige der bekanntesten Entertainer der Welt.

Doch vieles von dem, was wir heute mit Las Vegas verbinden, existierte noch nicht. Die Stadt befand sich in einer faszinierenden Umbruchsphase.

Und genau dieses Las Vegas bildet einen der wichtigsten Schauplätze der MAX-FIELD-Welt.

Eine Stadt mitten in der Wüste

Las Vegas liegt im Süden des US-Bundesstaates Nevada, umgeben von einer trockenen, bergigen Wüstenlandschaft. Wer heute durch die hell erleuchtete Stadt fährt, kann beinahe vergessen, wie ungewöhnlich dieser Ort eigentlich ist. Denn außerhalb der Stadt beginnt sehr schnell wieder die Wüste. Hitze, trockene Landschaft, Berge und eine Weite, die in starkem Kontrast zu den Lichtern, Casinos und Menschenmassen steht.

Doch gerade Wasser spielte bei der Entstehung des Ortes eine entscheidende Rolle. In der Gegend gab es natürliche Quellen. Der Name Las Vegas stammt aus dem Spanischen und bedeutet sinngemäß „die Wiesen“ – ein Name, der angesichts der heutigen Wüstenmetropole zunächst beinahe überraschend klingt.

Für Reisende und Händler waren diese Wasserstellen von großer Bedeutung.

Der eigentliche Aufstieg der Stadt begann jedoch mit etwas anderem: der Eisenbahn.

Von der Eisenbahnstadt zur Glücksspielmetropole

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Las Vegas zu einem wichtigen Punkt an einer Eisenbahnverbindung zwischen Salt Lake City und Los Angeles.

1905 gilt als offizielles Gründungsjahr der Stadt, nachdem Grundstücke in der Nähe der Eisenbahnlinie versteigert worden waren.

Las Vegas war damals weit entfernt von der glitzernden Metropole, die wir heute kennen.

Doch seine Lage sollte entscheidend werden. Ein weiterer Wendepunkt kam in den 1930er-Jahren.

Nicht weit von Las Vegas begann der Bau des gewaltigen Hoover Dam, damals noch als Boulder Dam bezeichnet. Tausende Arbeiter kamen in die Region. Sie brauchten Unterkünfte, Restaurants – und Unterhaltung.

Gleichzeitig wurde Glücksspiel in Nevada 1931 wieder legalisiert. Die Voraussetzungen für eine ganz neue Entwicklung waren geschaffen. Casinos entstanden. Menschen kamen. Und aus einer kleinen Wüstenstadt wurde langsam ein Ort, an dem sich mit Unterhaltung sehr viel Geld verdienen ließ.

Dann kam der Strip

Der berühmte Las Vegas Strip liegt übrigens größtenteils gar nicht innerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen von Las Vegas. Er entwickelte sich südlich der Stadt entlang des Las Vegas Boulevard. Dort entstanden ab den 1940er-Jahren immer größere Hotel-Casino-Komplexe.Das El Rancho Vegas machte 1941 den Anfang. Es folgten Häuser, deren Namen später beinahe legendär wurden.

Flamingo.

Sands.

Desert Inn.

Sahara.

Riviera.

Tropicana.

Stardust.

Caesars Palace.

Die Idee dahinter war ebenso einfach wie genial: Die Gäste sollten nicht nur zum Spielen kommen. Sie sollten bleiben.

Sie sollten essen, trinken, Shows besuchen, am Pool liegen – und natürlich immer wieder ins Casino zurückkehren.

Las Vegas begann, sich selbst neu zu erfinden.

Geld, Glücksspiel – und die dunkle Seite von Las Vegas

Zur Geschichte der Stadt gehört allerdings auch ein Kapitel, das sich nicht von ihrem Aufstieg trennen lässt.

Das organisierte Verbrechen.

In mehreren großen Casinos und Hotelprojekten spielten Personen mit Verbindungen zum Mob eine Rolle. Glücksspiel bedeutete enorme Einnahmen und Las Vegas bot Möglichkeiten, große Geldsummen zu bewegen.

Namen wie Bugsy Siegel wurden Teil der Legende der Stadt.

Dabei ist die wirkliche Geschichte wesentlich komplexer als das spätere romantisierte Bild des eleganten Gangsters im Casino.

Hinter der glitzernden Fassade ging es um Macht. Um Geld. Um Einfluss. Und um die Kontrolle über ein Geschäft, das jedes Jahr größere Summen einbrachte.

Auch das gehört zu Las Vegas.

Die hellsten Lichter werfen manchmal die dunkelsten Schatten.

Die Stadt der großen Namen

Doch Las Vegas wurde nicht nur wegen seiner Casinos weltberühmt. Die Unterhaltung wurde mindestens genauso wichtig.

Frank Sinatra und das Rat Pack prägten das Bild der Stadt.

Dean Martin.

Sammy Davis Jr.

Liberace.

Tom Jones.

Engelbert Humperdinck.

Barbra Streisand.

Und viele andere Künstler standen auf den Bühnen der großen Hotels.

Las Vegas entwickelte ein ganz eigenes Showbusiness. Ein Künstler trat nicht einfach für einen Abend auf und reiste weiter. Engagements konnten über Wochen laufen. Abend für Abend kamen die Gäste.

Dinner.

Show.

Casino.

Das Hotel wurde zu einer eigenen kleinen Welt. Und wer in Las Vegas erfolgreich war, spielte nicht irgendwo.

Er spielte in Las Vegas.

Und dann kam eine neue Generation

Ende der 1960er-Jahre veränderte sich die Musiklandschaft grundlegend.

Rock hatte die Jugendkultur längst erobert. Die Beatles hatten die Popwelt verändert. Jimi Hendrix stand für eine völlig neue Generation von Musikern. Die Rolling Stones füllten Hallen.

Die Musikwelt wurde lauter, größer und moderner.

Damit begann sich auch Las Vegas zu verändern.

Die klassischen Showrooms blieben wichtig, doch gleichzeitig entstanden neue Dimensionen der Unterhaltung.

Und ein Ereignis steht wie kaum ein anderes für diesen Wandel.

Elvis kommt nach Las Vegas

1969 eröffnete das International Hotel.

Mit mehr als 1.500 Zimmern gehörte es damals zu den größten Hotels der Welt.

Und im selben Jahr begann dort Elvis Presley sein legendäres Las-Vegas-Engagement. Für Elvis war es die Rückkehr auf eine Konzertbühne nach Jahren, in denen seine Karriere stark von Hollywoodfilmen geprägt gewesen war.

Für Las Vegas bedeutete es ebenfalls etwas Neues.

Hier stand kein Künstler am Ende seiner Karriere, der noch einmal ein Engagement in einem Casino annahm. Hier trat einer der berühmtesten Musiker der Welt auf.

Und die Menschen kamen. Abend für Abend.

Die Shows waren ausverkauft.

Las Vegas bewies damit, dass die Stadt nicht nur Heimat der klassischen Entertainer sein konnte.

Sie konnte auch ein Publikum anziehen, das wegen eines modernen Weltstars anreiste.

Elvis und Las Vegas wurden in den folgenden Jahren untrennbar miteinander verbunden.

Las Vegas wurde größer

Gleichzeitig veränderte sich die Architektur der Stadt. Hotels wurden nicht mehr nur größer.

Sie wurden zu Wahrzeichen. 1966 eröffnete Caesars Palace und inszenierte schon mit seinem Namen eine eigene Welt. 1969 folgte das International.

Hotelzimmer wurden in Dimensionen geplant, die wenige Jahrzehnte zuvor kaum vorstellbar gewesen wären. Casinos wurden größer. Showrooms aufwendiger. Restaurants luxuriöser.

Und immer stärker entstand eine Idee, die das heutige Las Vegas bis heute prägt:

Das Hotel selbst musste zum Erlebnis werden.

Man sollte nicht nur darin übernachten. Man sollte dort leben können – zumindest für ein paar Tage.

Aber 1970 war Las Vegas noch nicht das Las Vegas von heute

Genau das ist für meine Geschichten entscheidend.

Wer sich Las Vegas im Jahr 1970 vorstellt, darf nicht das heutige Stadtbild vor Augen haben. Viele der gigantischen Themenhotels existierten noch nicht. Keine heutigen Megaresorts. Keine moderne Skyline, wie wir sie von Fotografien kennen. Keine gigantischen LED-Flächen.

Keine Bellagio-Fontänen. Kein Luxor. Kein Venetian. Kein heutiges MGM Grand. Keine High Roller-Riesenrad-Silhouette.

Das Las Vegas meiner Geschichten war niedriger.

Überschaubarer.

Rauer.

Und vielleicht gerade deshalb faszinierender.

Zwischen den Hotels war die Wüste noch viel stärker spürbar. Neon bestimmte die Nacht. Autos rollten über den Strip. Menschen standen vor den Casinos. Limousinen brachten Stars und Gäste zu den Hotels.

Und nur wenige Straßen weiter konnte die glitzernde Welt bereits vorbei sein.

Zwei Welten nebeneinander

Auch gesellschaftlich war Las Vegas voller Widersprüche. Die Stadt verkaufte Freiheit, Luxus und Vergnügen. Doch diese Freiheit galt lange nicht für jeden gleichermaßen.

Schwarze Künstler konnten auf den Bühnen der Casinos gefeiert werden und gleichzeitig mit Diskriminierung und Rassentrennung konfrontiert sein.

Die Geschichte des Moulin Rouge, das 1955 als erstes rassisch integriertes Hotel-Casino von Las Vegas eröffnet wurde, steht beispielhaft für diese Widersprüche.

Erst 1960 führte das sogenannte Moulin Rouge Agreement zu einem wichtigen Schritt bei der Aufhebung der Rassentrennung in den Casinos und Hotels der Stadt.

Auch das ist ein Teil des Las Vegas, über das ich schreibe.

Hinter Glamour und Unterhaltung existierte eine Gesellschaft mit Konflikten, Grenzen und Ungerechtigkeiten.

Las Vegas bedeutete Hoffnung

Und trotzdem kamen die Menschen. Manche wollten reich werden. Manche wollten berühmt werden. Manche wollten einfach nur ein Wochenende lang jemand anderes sein.

Künstler kamen, weil sie hier ein Publikum fanden.

Arbeiter kamen, weil Hotels Personal brauchten.

Croupiers, Kellner, Musiker, Tänzerinnen, Techniker, Köche, Reinigungskräfte, Fahrer und Sicherheitsleute verdienten ihr Geld mit einer Stadt, die immer weiter wuchs.

Manche verloren hier ihr Vermögen. Andere bauten eines auf. Manche kamen für eine Nacht. Andere blieben für immer.

Und genau das ist ein Teil der Faszination von Las Vegas:

Die Stadt versprach Möglichkeiten.

Ob sie dieses Versprechen hielt, war eine ganz andere Frage.

Las Vegas und MAX FIELD

Als ich begann, die Welt von MAX FIELD entstehen zu lassen, war deshalb ziemlich schnell klar:

Ein Teil dieser Geschichte muss in Las Vegas spielen.

Kaum eine andere Stadt vereint so vieles, was mich an den frühen 1970er-Jahren fasziniert. Glamour und Abgründe. Musik und Geschäft.Reichtum und Verlust. Berühmtheit und Einsamkeit. Große Träume und harte Realität.

Und eine Stadt, die selbst gerade dabei war, sich neu zu erfinden.

Aus diesem historischen Hintergrund entstand schließlich ein Ort, den man allerdings auf keiner Landkarte von Las Vegas finden wird:

das Diamond Sky.

Das Diamond Sky ist Fiktion. Mein Hotel. Meine Bühne.

Meine Vorstellung davon, was in dieser aufregenden Zeit in Las Vegas hätte entstehen können.

Ich wollte ein Hotel erschaffen, das die Entwicklung dieser Jahre aufgreift und gleichzeitig schon einen Schritt weitergeht. Groß. Modern. Luxuriös. Mit Casino, Restaurants, Showbusiness und einer Arena, die auch großen Konzerten Raum bietet.

Ein Ort, an dem Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten aufeinandertreffen können.

Stars und Angestellte. Geschäftsleute und Spieler. Menschen auf der Suche nach Glück – und Menschen, die vor etwas davonlaufen.

Das reale Las Vegas bildet dafür den historischen Rahmen.

Das Diamond Sky gehört meiner Fantasie.

Und irgendwo zwischen beidem beginnt wieder genau das, was ich an meinen Geschichten so liebe:

Was hätte in dieser Stadt möglich sein können?

Vielleicht ist das Diamond Sky deshalb für mich längst mehr als nur ein erfundenes Hotel. Es verkörpert genau jenes Las Vegas, in dem MAX FIELD zu Hause ist. Eine Stadt zwischen alter und neuer Welt. Zwischen Wüste und Neonlicht. Zwischen Wirklichkeit und Illusion. Zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Und über allem dieses eine Versprechen, das Las Vegas seit Jahrzehnten verkauft.

Vielleicht verändert diese Stadt dein Leben.

Für Max Field hat sie genau das getan.

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